Mittwoch, 11. September 2013

Kochzauber, Eismann und Co


Hallo Ihr Lieben,

wie versprochen gibt es hier nun den zweiten Teil unseres Essenstests und zwar haben wir diesmal die Firma Eismann unter die Lupe genommen.

 Bei Eismann kann man über's Internet oder telefonisch bestellen und (bei uns, wir wissen nicht, ob das überall so ist) kommt der Lieferwagen alle 3 Wochen vorbei. Der Fahrer ruft auch etwa 1 Woche vorher an und fragt nach, ob man gerne noch etwas bestellen möchte.

Die Lieferung muss man dann entweder bar bezahlen man lässt sich eine Kundenkarte ausstellen und dann wird abgebucht.

Mitte August klingelte im Rahmen einer Kaltaquise ein Eismann-Mitarbeiter an unserer Tür und fragte höflich, ob er uns einen Katalog dalassen darf. Sicher durfte er, wir wollten Eismann ja schon lange testen.
Wir machten dann auch gleich einen Termin für wenige Tage später aus, an dem er unsere mögliche Bestellung entgegen nimmt.

Am vereinbarten Tag kam er, wenn auch Stunden früher "da ich gerade in der Nähe bin". Eigentlich war es zeitlich unpassend, aber ich ging davon aus, dass wir schnell fertig sind. Also bat ich ihn in den Hof (ich lasse fremde Menschen ungern in meine Wohnung) und sagte ihm, dass ich schnell den Bestellzettel hole.
Ich schnell ins Büro und als ich gerade wieder mit dem Zettel in die Küche komme, da steht er schon dort, hält die Tür weit auf und unsere Katze flitzt nach draussen. Puh, Scheiße, sie darf nämlich nicht raus!
Ich fand dann auch schnell ein paar passende Worte und hatte mal wieder das Vergnügen zu sehen wie jemand rot anläuft; es war ihm sichtlich peinlich. Zum Glück ist unserer Katze nichts weiter passiert, was aber daran liegt, dass sie früher Freigängerin war und gerade Hunger hatte. So konnte ich sie nach einer halben Stunde mit Hilfe einiger Leckerlies dazu überreden wieder ins Haus zu kommen.

Ich gab dem Eismann-Mann also meinen schriftlichen Kundenantrag, der ihm aber nicht so gefiel, da ich ihn aus dem Katalog hatte herausreissen müssen und somit war ein Rand total eingerissen. Hier hat Eismann nicht mitgedacht; eine perforierte Linie wäre sinnvoll. Der Herr nahm also einen seiner Anträge und füllte ihn aus; ich versuchte derweil so viel Abstand wie irgend möglich zu halten, da er extremst nach Zigarettenrauch roch. Und nun denkt nicht, dass ich fanatische Nichtraucherin bin, ganz im Gegenteil, ich rauche sehr gerne mal eine Zigarette, aber *puh* der Geruch war echt heftig.

Letzten Endes bestellte ich dann folgende Artikel:
- Rahmspinat, 2 x 1 kg für 6,95 Euro
- Tomatensuppe, 1 L für 5,95 Euro
- Rindfleischpfanne "Rheinische Art", 800 g für 8,45 Euro
- Schokoeis, 3 L für 8,50 Euro
- Spaghetti-Nester à la Carbonara, 600 g für 6,95 Euro
Grillhaxe, 1 Stück für 10,95 Euro - wobei dieser Preis nur so ungefähr und auf's Kilo bezogen ist. Im Katalog steht "Gewicht 900 - 1300 Gramm". Und auch wenn im Katalog "1 Stück" steht, so kamen bei uns 2 mit einem Gewicht von 1,128 kg an und das kostete dann 12,35 Euro.

Die Lieferung erfolgte wie abgesprochen etwa 1 Woche später und im vereinbarten Zeitrahmen. Dann wurde ich um Barzahlung gebeten und musste den Eismann-Mitarbeiter daran erinnern, dass ich einen Kundenkartenantrag ausgefüllt hatte und sie somit abbuchen. Es war ihm sichtlich peinlich, aber er hatte meinen Antrag und die Karte vergessen und nun müsse ich leider in bar bezahlen; außer ich fülle noch einmal einen Antrag aus.
Also, wenn das nicht Eismann wäre, dann hätte ich ein mehr als blödes Gefühl gehabt. Ich hoffe, dass mit meinem zweiten Antrag kein Schindluder getrieben wird!

Wer bei Eismann bestellt kann sich die Waren bis in die Tiefkühltruhe liefern lassen, aber wie ich schon erwähnte, ich lasse keine Fremden ins Haus.
Also nahm ich an der Tür alles entgegen, er versuchte mir natürlich noch ein paar Sachen mehr aufzuschwatzen, aber ich winkte ab. Nee, also ehrlich, wer so stinkt, meine Katze raus lässt und dann meinen Antrag verschludert, der braucht echt nicht fragen ob ich sonst noch was will.

Da ich noch was anderes zu tun hatte, packte ich erst mal alles ungesehen in den Tiefkühlschrank und vergaß es wieder, bis Stunden später das Telefon klingelte. Es war erneut der freundliche Eismann-Mann (merkt Ihr, dass ich diese tolle Wortkombination liebe?) und er sagte mir, dass er mir versehentlich nur 1 kg Spinat gegeben hat, dafür aber 2 Päckchen Spaghetti-Nester und er würde nun gerne noch einmal vorbeikommen, um den Spinat nachzuliefern.
10 Minuten später stand er vor der Tür, entschuldigte sich nochmals und gab mir den Spinat. Die Spaghetti-Nester darf er aus hygienischen Gründen nicht mehr zurücknehmen, die bekamen wir also gratis.

Ich fand seinen Irrtum also halb so schlimm und brachte einige Tage später als erstes die Spaghetti-Nester auf den Tisch, denn mein Mann liebt Carbonara. Allerdings mache ich die mir Eigelb und nicht mit Sahne. Nun ja, wir waren gespannt wie es schmeckt - lecker ausgesehen hat es schon mal.

Spaghetti-Nester à la Carbonara


Nach dem Auftauen war die Soße sehr dünnflüssig und musste erst mal eine Weile reduziert werden. Die wunderschönen Nester hatten sich zum Ende des Kochvorganges dann zu irgendwie in der Pfanne liegenden Spaghetti verwandelt und sahen nicht mehr so toll aus.
Eismann rechnet auf der Homepage, dass die 600 Gramm von einer Packung für 2 Personen reichen. Wir mussten für uns beide natürlich beide Packungen machen und wirklich satt waren wir dann immer noch nicht.
Und am Schlimmsten war der Geschmack. Die Nudeln waren ok, die Soße schmeckte furchtbar. Irgendwie falsch gewürzt, künstlich, pappig und gleichzeitig dünn. Und was der Knoblauch drin zu suchen hatte, erschließt sich uns bis heute nicht.





Wenige Tage später hatten wir uns vom ersten Schreck erholt und es gab die Rindfleischpfanne "Rheinische Art". Lecker mit Rindfleisch, Kartoffelknödeln, Apfelstückchen und Rosinen.
Rindfleischpfanne "Rheinische Art"

Ihr findet bestimmt, dass das lecker aussieht und Ihr habt auch völlig recht. Beim Erhitzen zog gleich ein weihnachtlicher Duft durch die Küche. Was uns auffiel war, dass allerdings sehr viel Soße auf dem Teller war. Geschätzt 1/3 der 800 Gramm war Soße, dann noch gut 1/3 Knödelchen, da blieb für's Fleisch und die Äpfel nicht mehr viel. Das Rindfleisch war weich, aber irgendwie tot gekocht, dafür waren die Apfelstücke noch fast roh und über allem lag so viel Zimt, dass ich spontan überlegt habe noch Mehl und Ei dazuzugeben und Plätzchen zu backen.
Manchmal ist weniger halt doch mehr!



Die Tomatensuppe haben wir genausowenig fotografiert wie den Spinat; beides hält keine Überraschungen bereit und lässt sich mit ein wenig eigenem Verfeinern durchaus essen.
Die Haxe haben wir noch nicht probiert. Da sie ohne Schwarte ist, wird sie aber bestimmt ganz weich sein.

Das Beste ist das Schokoeis. Es enthält keine Stückchen, schmilzt sehr leicht ist geschmacklich etwas zu süß, aber wunderbar schokoladig.


Der Eismann-Mann will am 27.09. wieder kommen. Wir werden dann bestimmt ein wenig Eis bestellen und auch mal die Kuchen testen - von Spaghetti-Nestern und Rindfleischpfannen haben wir jedoch auf absehbare Zeit genug!


Teil 3 unseres Liefertests fällt leider nicht so aus wie geplant, da es bei HelloFresh Bestellprobleme gab (erst konnten wir uns nicht einloggen und dann hieß es unser Gutschein sei schon benutzt worden) und zu guter letzt wurde uns auf Facebook noch erklärt, dass das bei HelloFresh immer so sei, dass der Gutschein dann automatisch ungültig wird. Wir könnten ja ein Mail schreiben und es erklären, dann würde man....
wir haben dankend darauf verzichtet.

Statt dessen haben wir bei myTime.de, einem Onlinesupermarkt, eine Bestellung aufgegeben. Unser dritter Bericht geht dann über diese Möglichkeit.

Habt Ihr auch schon mal etwas bei Eismann&Co bestellt? Wie sind Eure Erfahrungen? Habt Ihr noch einen anderen Lieferservice, den wir mal testen sollen?

Liebe Grüße,

Alexandra

Keine Kommentare: